Während einerseits die subjektive wie objektive Sicherheitslage für die Mehrheit der über 60-Jährigen relativ gut ist, hat die Studie „Kriminalität und Gewalt im Leben alter Menschen“ deutlich gemacht, dass für ältere und hochaltrige Menschen spezifische Zonen besonderer Gefährdung bestehen (Zusammenfassung der Ergebnisse zum downloaden, Langfassung der Studie zum downloaden 5,3 MB). Diese entstehen zum Teil dadurch, dass Täter gezielt ältere Opfer auswählen. Besonderer Handlungsbedarf ergibt sich auch aus mit Hochaltrigkeit und Pflegebedürftigkeit verknüpften besonderen Verletzbarkeiten und Abhängigkeiten, ferner aus günstigen Verdeckungs- und geringen Entdeckungsmöglichkeiten in bestimmten Deliktsfeldern sowie aus der unzureichenden Ausrichtung und Abstimmung von Hilfeangeboten auf ältere Opfer und deren spezifische Bedürfnisse.
Vier zentrale Bereiche werden in vier Modulen des Aktionsprogramms in den Fokus genommen:
1. Maßnahmen zur Prävention spezifischer Formen von Eigentums- und Vermögensdelikten, bei denen Hochaltrige von den Tätern gezielt als Opfer ausgewählt werden
2. Maßnahmen zur Gewaltprävention durch Optimierung der Todesursachenfeststellung sowie durch Verbesserung der Früherkennungschancen in Bezug auf Tötungsdelikte an hochaltrigen und pflegebedürftigen Menschen.
3. Maßnahmen zur Prävention von Gewalt in Partnerschaften älterer Menschen sowie zur Intervention bei einschlägigen Fällen sowie
4. Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Hinblick auf das Problem der Misshandlung und Vernachlässigung älterer Menschen in der häuslichen Pflege.
Hier finden Sie eine einseitige Projektskizze und eine ausführlichere Projektbeschreibung (6 Seiten), hier die Pressemitteilung des BMFSFJ zum Projektstart.
Eine im Rahmen des Moduls 1 entstandene Broschüre zur Kriminalitätsprävention für ältere Menschen ist über die Homepage des BMFSFJ abrufbar und kann dort auch bestellt werden (download und Bestellung)
Silia Homepage ist online
Im Rahmen von Modul 3 des Aktionsprogramms Sicher Leben im Alter zum Thema Intervention und Prävention bei Partnergewalt im Alter wurde eine Homepage entwickelt mit wichtigen Informationen zur Modellregion Hamburg.
Zur Homepage
Ansprechpartnerinnen: Barbara Nägele und Sandra Kotlenga