Die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Deutschland ist seit einigen Jahren von weitreichenden Veränderungen gekennzeichnet. Insbesondere die sog. Hartz-Reformen bildeten die Grundlage für eine umfassende organisatorische und inhaltliche Umgestaltung der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, aber auch ihrer Instrumente und der damit befassten Institutionen.
Schon mit Vorlage der Reformvorschläge zeichnete sich ab, dass v.a. mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe weitreichende Konsequenzen für die Gestaltung kommunaler Beschäftigungspolitik und die Träger der Beschäftigungsförderung verbunden sein würden. Angesichts dieser Situation bestand großer Diskussions- und Informationsbedarf bei den kommunalen AkteurInnen der Arbeitsämter, der Bildungs- und Beschäftigungsträger und der Erwerbslosen. Es stellte sich die zentrale Frage, inwieweit Beschäftigungspolitik auf kommunaler Ebene in Zukunft möglich und sinnvoll ist und welche Rahmenbedingungen für eine gemeinwesenbezogene und an sozialen Rechten orientierte Beschäftigungsförderung bestehen.
Um eine Auseinandersetzung damit anzuregen und Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort, aber auch überregional auszuloten, führte Zoom - Gesellschaft für prospektive Entwicklungen e.V. am 17./18. Juni 2003 die bundesweite Konferenz BESCHÄFTIGUNGSPOLITIK IN KOMMUNEN durch. Veranstaltet wurde diese Tagung im Auftrag der Stadt Göttingen, Abteilung Beschäftigungsförderung.
Die Vorträge dieser Tagung und die lebhaften Diskussionen im Plenum und in den Arbeitsgruppen sind in einer ausführlichen Tagungsdokumentation festgehalten.