Übergang Schule – Beruf

Ein erfolgreicher Übergang aus der allgemeinbildenden Schule in Erwerbsarbeit verläuft in der Bundesrepublik in der Regel über eine Berufsausbildung oder über ein Studium. Wer keine Ausbildung absolviert hat und als Ungelernte/r in die Erwerbsarbeit einsteigen will, hat deutlich geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Übergangsverläufe gewandelt. Sie sind heute stärker von Instabilität und Vielfalt geprägt. Das zentrale Problem besteht in der anhaltenden Kluft zwischen dem Angebot an Ausbildungsplätzen auf der einen und der Nachfrage durch SchulabsolventInnen auf der anderen Seite. Hinzu kommen „Passungsprobleme“ zwischen den abgebenden Bildungs- und aufnehmenden Ausbildungsinstitutionen, wie es der Bildungsbericht 2008 ausdrückt. Mit dieser Problematik geht eine zunehmende Individualisierung der Übergangsverläufe einher, die sich durch ausgedehnte Such- und Orientierungsphasen und eine Vielfalt institutionalisierter Angebote auszeichnet. Diese Vielfalt der Angebote im Übergangssystem ist in den vergangenen Jahren verstärkt in die Kritik geraten: Einst geschaffen, um den Übergang aus der Schule in den Beruf zu erleichtern, haben sie inzwischen eine längere zeitliche Ausdehnung und erweisen sich für einen wachsenden Teil der Jugendlichen als Warteschleifen oder führen in Sackgassen, an deren Ende keine Ausbildung mehr steht. Das Spektrum der Angebote und Maßnahmen ist zudem inzwischen äußerst unübersichtlich geworden und zunehmend dem Vorwurf mangelnder Effektivität und fehlender Abstimmung zwischen den einzelnen Institutionen ausgesetzt.
Seit 2008 hat sich das Thema Übergang Schule – Beruf zu einem Schwerpunktthema von Zoom e.V. entwickelt. In Göttingen selbst wird z.B. eine Längsschnittstudie zum Verbleib von SchulabgängerInnen, die einen Förder-, Haupt- oder Realschulabschluss anstreben durchgeführt.
Aktuelle Projekte:
Regionales ÜbergangsmanagementIn Kooperation mit der Volkshochschule Göttingen und dem Projektträger Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR beteiligt sich Zoom e.V. am BMBF und ESF-geförderten Aufbau eines regionalen Übergangsmanagements in Göttingen. (2008 bis 2012)
Abgeschlossene Projekte:
ProduktionsschuleDie Beschäftigungsförderung Göttingen hat als Träger der Produktionsschule Zoom e.V. beauftragt in einer Zwischenbilanz zu untersuchen, inwieweit die Produktionsschule mit ihrem Ansatz erfolgreich ist.
Jobcenter Jugend: Befragung jugendlicher ErwerbsloserIn diesem Projekt befragten wir im Auftrag der Beschäftigungsförderung Göttingen jugendliche Erwerbslose zu ihren Erfahrungen mit Maßnahmen und Fallmanagement sowie zu ihren Unterstützungswünschen. (November 2007 bis Februar 2008)